"Man muss die Strecke zu Ende laufen"

"Man muss die Strecke zu Ende laufen"

24 Jun 2020 3542

Die Hauptphase der Aneignung der Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme (TRIZ) im Bildungs- und Projektformat Modern TRIZ (MTRIZ) durch das Fachpersonal von SkyWay, worüber wir bereits in unseren früheren Publikationen berichtet haben, ist abgeschlossen. Heute haben wir erneut ein Interview "aus der Ferne" mit Michael Orloff, Professor, Doktor der Technischen Wissenschaften, Gründer und Leiter der Unternehmen Academy of Instrumental Modern TRIZ (AIMTRIZ, Berlin) und Global Enterprise for Mastery in TRIZ (GEMTRIZ, Minsk), Leiter des MTRIZ-Projekts, durchgeführt.

Michael Kirchenko: Herr Orloff, am 15. Juni sollten die letzten Teilnehmer des "Rennens" im Rahmen des Programms Modern TRIZ die Ziellinie überqueren. Könnten Sie bitte das abgeschlossene Projekt kommentieren?

Michael Orloff: Herr Kirichenko, in der Tat ist jedes Projekt eine Art, wenn nicht gerade ein Marathonlauf, so zumindest definitiv ein Langlauf. Und auch noch ohne vorheriges Training zu diesem Thema. Es kann also sein, dass nicht alle die Ziellinie erreichen. Erinnern Sie sich, wie Wyssozki gesungen hat: "Bei einem 10.000-Meter-Lauf bin ich durchgestartet, wie bei einem 500-Meter-Sprint – und bin zusammengebrochen..."? Und eine Strophe zuvor, die Gründe: "Mag der Wille noch so stark sein, aber wenn die Kraft nicht ausreicht... doch ich ließ mich hinreißen."

Doch zuvor über etwas Gutes und Wichtiges. Das Ergebnis bei Unitsky String Technologies Co. hat mich selbst überrascht. Nach einer mühsamen Arbeit mit jedem einzelnen Mitarbeiter, ohne sozusagen während der gesamten Projektdauer die Augen zu heben, ist mir heute das Verständnis des Gesamtbildes gekommen: so ein Niveau habe ich bei keinem der Dutzende von Unternehmen gesehen, mit welchen ich in den letzten 15 Jahren zusammengearbeitet habe! Das ist eine ernsthafte Überraschung. Der prozentuale Anteil an sehr guten Arbeiten ist um mehr als das 5-Fache (!) höher, als sogar bei "sehr guten" Unternehmen! Der Unterschied ist sehr groß! Ich habe gestern selbst mit gewisser Freude die ausgewählten Arbeiten eine nach der anderen durchgeblättert, nirgends wurde ich enttäuscht, und als ich den Prozentsatz von der Gesamtzahl gesehen habe, musste ich mich wundern: Fast die Hälfte der Arbeiten mit höchster Auszeichnung?! Und das ist das erste, offensichtliche und ziemlich erfreuliche Ergebnis des Projektes.

M.K.: Herr Orloff, dieses Ergebnis freut uns natürlich auch sehr. Danke. Was sehen Sie als Grund für so ein Ergebnis?

M.O.: Über die Gründe habe ich schon im letzten Interview gesprochen. Das ist die ungewöhnlich hohe Konzentration von jungen Menschen, die talentiert und ingenieurtechnisch gebildet sind. Das ist natürlich die Basis.

Doch ich muss auch das Team der Manager-Kollegen des Unternehmens erwähnen, Elena Popenko und Ljubov Kulbeda, ohne deren aufmerksamer und beharrlicher Arbeit so eine erfolgreiche Realisierung des Projektes schlichtweg unmöglich gewesen wäre. Zunächst wurden in einer kurzen Zeit die Teilnehmer des Projekts ausgewählt und die Startwoche der Lektionen im "President Hotel" auf höchstem Niveau organisiert, worüber Sie bereits in den News berichtet haben, und anschließend dieser 3-monatige Langstreckenlauf.

M.K.: Herr Orloff, vielen Dank auch für die Bewertung der Arbeit unserer Fachmanager. Doch nach ihren ersten Worten kann ich mir die Frage nicht verkneifen: haben denn alle die Strecke geschafft, oder haben wir irgendwelche Outsider?

M.O.: Nun, wenn Sie schon mit ihrer professionellen Erfahrung sofort den Wermutstropfen in meinem Auftakt bemerkt haben, dann sehe ich es als meine Pflicht an, nicht nur über die Leader, sondern auch über die Outsider zu sprechen. Ja, es gibt solche Kollegen, das sind etwa 6%, aber nichtsdestotrotz ist es ein Verlust. Und wenn diesen Outsidern meine persönlichen Briefe an sie nicht geholfen haben, dann möchte ich mich hier noch einmal an diese Menschen sowie an alle anderen Projektteilnehmer wenden. Die einen sollen daraus ihre Rückschlüsse ziehen, die anderen sollen sich in ihrer Selbstachtung gestärkt fühlen. Beides bringt Nutzen für das Projekt SkyWay.

Und meine Ansprache besteht im Folgenden: Im Jahr 1970 wurde in der UdSSR ein großartiger Film von Elem Klimow ausgestrahlt: "Sport, Sport, Sport". Und dort gibt es eine Geschichte über einen wenig bekannten Sportler, den estnischen Langläufer Hubert Pärnakivi. Sein persönlicher Sieg in einem dramatischen Lauf über 10.000 m unter unglaublich schweren Bedingungen wurde natürlich durch jahrelanges Training vorbereitet, doch erreicht wurde er durch den entscheidendsten Faktor: den Willen.

Und so wurden seine Worte nach dem Lauf, als er nicht nur die Ziellinie erreicht, sondern auch buchstäblich überlebt hat, zu einem Grundprinzip meines Lebens. Hubert Pärnakivi sagte: "Man muss die Strecken zu Ende laufen. Jedes Mal – bis zum Ende." Später, in einem anderen Interview sagte er, dass es ihm sein Trainer so beigebracht habe.

Und genau das möchte ich allen Mitarbeitern von Unitsky String Technologies Co. wünschen.
Und ich weiß, wenn Anatoli Unitsky diesem Prinzip nicht folgen würde, dann würde es heute die Projekte "SkyWay" und "SpaceWay" nicht geben. Doch es gibt sie. Und sie werden wachsen, denn der Ingenieur Anatoli Unitsky läuft jede seiner Strecken zu Ende, bis zum persönlichen Sieg, im Bestreben, die eigenen Ziellinien zu erreichen, die eigenen Ideen zu verwirklichen, trotz aller Schwierigkeiten, die er hatte, hat und zweifelsohne noch haben wird. Genauso wie sein gesamtes Team.

Übrigens, in demselben Streifen gibt es weise poetische Strophen von Bella Achmadulina, von ihr persönlich gelesen. Es geht auch um die Philosophie, die von starken Persönlichkeiten gepredigt wurde und wird, wie Hubert Pärnakivi, wie Anatoli Unitsky, wie alle, die am Projekt MTRIZ Tag und Nacht, an den Wochenenden und Feiertagen gearbeitet haben.

M.K.: Herr Orloff, vielen Dank für ihren Bericht. Ich denke, dass dieses Projekt wahrhaftig nicht nur eine Episode im Werdegang unseres Unternehmens ist, sondern ein wichtiger Anreiz für das weitere Wachstum und die Entwicklung des Projekts SkyWay, bei dem Modern TRIZ und Ihre Vorlesungen hoffentlich weiterhin ihren wertvollen Beitrag leisten werden.

Zur Information: MTRIZ oder die moderne Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme ist das Wissensgebiet über die Mechanismen der Entwicklung technischer Systeme und die Methoden zur Lösung von erfinderischen Problemen, welches die Erfahrung des Erfindungswesens und des Studiums der Entwicklungsgesetze von Wissenschaft und Technik vereint.

An der Publikation haben gearbeitet
Textautor
Foto, Illustration
Übersetzung
Roza Khikmatulina
Status des Anlegers: status status status status status
24 Jun 2020
Оценка -ВЕЛИКОЛЕПНО!
В восторге и от результатов, опубликованных в интервью, и от того, как была подана информация об эксперименте.
От души спасибо!
Administrator
Спасибо вам за высокую оценку!
Tatyana Byrladyan
Status des Anlegers: status status status status status
Publikationsbewertung: star star star star star
24 Jun 2020
Благодарна Анатолию Эдуардовичу Юницкому за его выдержку и терпение. Этот пример будет в истории человечества как самый глобальный марафон.Очень рада что самой посчастливилось учавствовать в нём и в дальнейшем будет что передавать по наследсву.
Galina Kurdyukova
Status des Anlegers: status status status status status
29 Jun 2020
Публикация подана просто великолепно. Очень радостно от того, насколько увеличились компетенции наших конструкторов и разработчиков после прохождения такой школы, школы по решению изобретательских задач. Это очень важно, так как весь наш проект это то, что создаётся в мире впервые.
Так держать ребята! Вместе мы сила. Мы сделаем это.

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